
Dies ist ein Paradies-Dialog-Film. Er hängt an 10 Fernsehern von der Decke der Radowanhalle und bezeichnet eine permanente Oktober-Installation. Interessierte hören über Kopfhörer.
Zwei Parteien sitzen sich an einem 2m langen Tisch gegenüber (2 Kameras im Paradies). Sie sind Bittsteller und Sachbearbeiter. Einer verkauft ein Anliegen, der andere kauft im Sinne eines Interessentauschs. Nur einer der beiden kennt den Wortlaut der Sebald-Zeile (zufällige Auswahl durch einen Dritten), die gerade dran ist.
Die Szenen dauern 0,25-5 Min. Jede der Gedichtzeilen wird als Regieanweisung, bzw. Assoziationsvorlage missbraucht – bis zu 2067 mal.
Die Äußerungen der beiden Parteien sind völlig frei. Eine situative Textverbreiterung.
Zwischendurch kann der Rezipient auch mal zum Essen gehen oder weiter Häuser und Wohnungen im 7. Bezirk verkaufen. Bei 10 Filmen gleichzeitig verpasst man sowieso das meiste.
Die Filmmusiken zu „2067 Zeilen“ werden ausschließlich aus Originalgeräuschen gefertigt, die im weißen Aufnahmeraum aufgenommen wurden. Die Geräusche werden entweder direkt geschnitten, oder nach eingehaltenen Regeln durch Elektronik verfremdet.
| KONSTANTIN BÜHLER | |
| CHRISTOPH COBURGER | |
| CARLA COBURGER | |
| INSTITUT FÜR FEINMOTORIK | |
| KLAUS KÖHLER | |
| KATHARINA KUTIL | |
| PAULINE MEYER | |
| BARBARA SPITZ | |
| JULIANE WERNER | |
| CHRISTIAN WITTMANN | |
| Konzept und Realisation: | CHRISTOPH COBURGER SABINE MADER CHRISTIAN WITTMANN |
| Komposition: | BERNHARD SCHABMAYR |
| Video-Postproduktion: | GIPFELFILM (KARIN DÜRR, CAROLIN RÖCKELEIN) |